Februar 18

37: Demenz und die geistige Welt

„Die würdevolle Begleitung braucht eine würdigende Haltung.“

Dieser Satz hat mich auch während meines Gesprächs mit Ilona Kronshagen begleitet. Zusammen haben wir über Demenz und die geistige Welt gesprochen. Ilona und ich kennen uns schon einige Jahre lang, und auch zu diesem Thema konnte sie mir wieder wertvolle Denkanstöße mit auf den Weg geben. Denn Ilona ist seit über 12 Jahren Demenz-Expertin und betreut betroffene Menschen. 

Ilonas Weg zur Expertin für Demenz 

Ilona Kronshagen - Demenz und die geistige Welt - Herzkanal Sternstunde

Ilona Kronshagen

Ursprünglich kommt Ilona aus der Pflege. Als sie nach drei Bandscheibenvorfällen ihren weiteren beruflichen Weg neu überdenken musste, war für sie trotzdem klar: Die Arbeit mit älteren Menschen ist ihr Weg. Und dann kam diese eine, besondere Klientin. Zehn Jahre lang begleitete Ilona die Dame mit mittelschwerer Demenz und ebenso ihre Familie. Durch das enge Verhältnis wurde klar: Ilona wusste, sie wollte für ihre Klientin zum Profi werden. So spezialisierte sie sich auf die Demenz. 

Bei der Arbeit mit den Menschen spielt sie heute keine pflegende, sondern eine betreuende Rolle. Als kreative Therapeutin arbeitet sie mit Musik, Bewegung und Gestaltung, beispielsweise in Form von Gedächtnistraining oder Gesang. Dabei macht sie, wozu die Menschen gerade Lust haben. Ganz nach ihrem Motto: „Ich würdige das, was gerade ist.“ So erhalten Spaß und Lebensqualität den Raum, der ihnen zusteht.

„Die würdevolle Begleitung braucht eine würdigende Haltung.“

Dieser Satz hat mich auch während meines Gesprächs mit Ilona Kronshagen begleitet. Zusammen haben wir über Demenz und die geistige Welt gesprochen. Ilona und ich kennen uns schon einige Jahre lang, und auch zu diesem Thema konnte sie mir wieder wertvolle Denkanstöße mit auf den Weg geben. Denn Ilona ist seit über 12 Jahren Demenz-Expertin und betreut betroffene Menschen. 

Ilonas Weg zur Expertin für Demenz 

Ursprünglich kommt Ilona aus der Pflege. Als sie nach drei Bandscheibenvorfällen ihren weiteren beruflichen Weg neu überdenken musste, war für sie trotzdem klar: Die Arbeit mit älteren Menschen ist ihr Weg. Und dann kam diese eine, besondere Klientin. Zehn Jahre lang begleitete Ilona die Dame mit mittelschwerer Demenz und ebenso ihre Familie. Durch das enge Verhältnis wurde klar: Ilona wusste, sie wollte für ihre Klientin zum Profi werden. So spezialisierte sie sich auf die Demenz. 

Bei der Arbeit mit den Menschen spielt sie heute keine pflegende, sondern eine betreuende Rolle. Als kreative Therapeutin arbeitet sie mit Musik, Bewegung und Gestaltung, beispielsweise in Form von Gedächtnistraining oder Gesang. Dabei macht sie, wozu die Menschen gerade Lust haben. Ganz nach ihrem Motto: „Ich würdige das, was gerade ist.“ So erhalten Spaß und Lebensqualität den Raum, der ihnen zusteht.

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Selbstbestimmung in der Demenz

Bei dem, was Ilona über die Demenz gelernt hat, kommt auch wieder unser Satz ins Spiel: „Die würdevolle Begleitung braucht eine würdigende Haltung.“ Denn wir alle wollen würdevoll und selbstbestimmt leben – und das gilt auch für Menschen mit Demenz. Selbst dann, wenn wir oder vielleicht auch Du als Angehörige viele der Gedankengänge nicht nachvollziehen können: Menschen mit Demenz wissen, was sie brauchen, und sie wissen dies auch auszudrücken.

Im Gespräch erzählt Ilona mir von einer rührenden Situation, die eine Kollegin von ihr erlebt hat. Diese Kollegin betreute eine Dame im Seniorenheim, die sich immer eine Hand aufs Herz legte. Auf die Frage: „Was brauchen Sie?“, antwortete sie nur, „Etwas Rotes.“

Auch ohne den Grund für diesen Wunsch zu kennen, fand die Kollegin einen roten Pullover und brachte ihn der Dame. Die legte sich den Pullover aufs Herz und erklärte: „Das ist die rote Decke, mit der meine Mama mich immer zugedeckt hat.“

Darum ist es so wichtig, die Wünsche dementer Menschen anzuerkennen und sie, wenn möglich, auch zu erfüllen – selbst, wenn wir nicht wissen, was dahinterstecken mag. Wir vertrauen auf den Grund im Herzen des Menschen, denn das Herz wird nicht dement.

Geduld als Schlüssel 

Selbstverständlich ist das Leben an der Seite eines dementen Menschen nicht immer einfach und kann die Nerven der Angehörigen strapazieren. Die innere Ruhe zu bewahren ist essenziell. Kleine Fehler im Alltag, wie ein auf dem Herd vergessener Topf, können Betroffene sehr belasten, wenn sie mit ihnen konfrontiert werden. Das ein oder andere Missgeschick kann man aber leicht auf sich nehmen und gemeinsam darüber lachen. Das mag nicht von Anfang an leicht fallen. Drei tiefe Atemzüge können Dir in solchen und auch in vielen anderen herausfordernden Momenten die Ruhe geben, die Du für sie brauchst.

Angehörige kennen darüber hinaus sicher die Situation einer sich ewig wiederholenden, gleichen Frage. Mit viel Geduld und Ruhe können wir von Demenz betroffenen Menschen eine große Last abnehmen, indem wir die Wiederholung der Frage nicht genervt ansprechen oder kritisieren. Sie ruhig immer wieder neu zu beantworten ist die bessere Entscheidung, auch wenn es einen langen Atem verlangt.

Vielleicht kannst Du die Fragen-Schleife auch durchbrechen. Wirst Du immer wieder nach Deinem Wohnort gefragt, stelle irgendwann eine leicht zu beantwortende Frage, die mit dem Thema zusammenhängt – zum Beispiel nach dem Viertel, in dem die Person früher lebte.

Ein Leben in Freiheit von Vorwürfen ist die würdevolle Begleitung, die demente Menschen verdienen.

Trauma und Demenz

Natürlich ist es hilfreich, verschiedene Grundsätze im Umgang mit von Demenz betroffenen Menschen zu kennen, oder die kleinen Alltags-Kniffe, die ich beschrieben habe. Neben diesen alltäglicheren Situationen können sich aber auch viel tiefere Gedanken und unverarbeitete Lebensereignisse Bahn brechen. 

Viele Menschen, die heute unter Demenz leiden, haben den Krieg oder die Nachkriegszeit erleben müssen. Männer mussten Gewalt mitansehen oder erleiden, Frauen waren sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Themen, über die im weiteren Leben womöglich nie wieder gesprochen wurde. In der Demenz kommen diese Gefühle oft wieder an die Oberfläche. 

Doch egal, ob sich diese traumatischen Erfahrungen nach außen zeigen oder im Inneren verschlossen bleiben, sie wirken sich immer auf die eine oder andere Art auf die Menschen aus. Ich denke dabei an eine Klientin, von der Ilona mir berichtet hat. Sie konnte ihre Kinder ihr Leben lang nicht umarmen, ihre Traumata saßen zu tief. In der Demenz wünscht sie sich Umarmungen, doch das fällt nun der Tochter schwer, die sich ihr Leben lang nur danach sehnen konnte.

Die geistige Ebene der Demenz

Traumata sind starke, prägende Erlebnisse – sie können über Generationen weitergegeben werden. Doch wie auch die Fragen-Schleife, die ich Dir vorhin beschrieben habe, können sie sich womöglich durchbrechen lassen. Ein liebevoller Umgang miteinander ist dabei unendlich wichtig. Und so kannst Du Dich mit Blick auf die geistige Ebene der Demenz liebevoll fragen: Was ist der Grund dafür? Was kann getan werden? Und wie kann der betroffenen Seele geholfen werden?

Wenn aus Ablehnung Annahme wird

Wenn Angehörige erfahren, dass beispielsweise ein Elternteil an Demenz erkrankt ist, ist die erste Reaktion oft Panik. Woher kommt nun die richtige Hilfe und was gilt es alles zu bedenken? Menschen wie Ilona stellen eine unschätzbar wichtige Hilfe für alle Betroffenen dar.

Aber nicht immer fällt es dementen Menschen leicht, diese Hilfe und diese Art der Betreuung anzunehmen. Kein Wunder: Plötzlich entscheiden die eigenen Kinder, dass ein fremder Mensch ins Haus kommt – eine Form von Bevormundung. Auch hier heißt es: liebevoll und würdigend eine Verbindung herstellen. Die Betroffenen fragen, ob es in Ordnung ist, jemanden zu treffen, vielleicht ein kurzes Gespräch zu haben. Und frei darüber entscheiden zu können, ob dieser Mensch wieder zurückkommen darf. Wenn kein fremder Wille übergestülpt wird, ist der Weg zur Annahme von Hilfe gleich viel weniger steinig.

Kraft fürs Leben

Ilonas Eindrücke und Einblicke haben mir auch gezeigt: Was in ihrer Arbeit entscheidend ist, ist nicht nur beim Umgang mit Demenzerkrankten wichtig, sondern in unser aller Leben. Dass wir und dass Du auf Dich schauen kannst, dass Du belastende Dinge in Deinem Leben so gut es geht, löst, Heilung in sie fließen lässt und Du Dein Leben im Jetzt lebst. 

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