Beim gemeinsamen Reflektieren haben Armin und ich häufig sehr tiefgreifende Gespräche. 

Gestern war wieder so ein Moment – wir haben ältere Fotos angesehen und sind in Erinnerung in unserer Zeit zurück gewandert und über die Bilder, die in uns hochgekommen sind, landeten wir beim Thema Familie und die Zusammenhänge, die sich aus Kindheit und Jugend für jeden daraus ergeben können.

Ob bewusst oder unbewusst – Du hast Frequenzen in Dir, die auf gleicher Frequenz senden und empfangen. Familie und Verwandtschaft, sowie Freunde und Erzieher, vor allem jedoch die Ursprungs-Familie trägt wesentlich zu Deiner Prägung bei, die Du dann abspielst, wie ein Tonträger, zum Beispiel eine Schallplatte, deren Rillen die Schwingung der Tonspur über die Nadel des Plattenspielers an die Lautsprecher übertragen haben. 

Was immer Dir im Leben „passiert“, Dein Inneres wird darauf reagieren oder es nicht wahrnehmen können. Du kannst nur mit Situationen oder Personen in Resonanz gehen, die irgend etwas in Dir „in Erinnerung“ rufen und etwas „zum Klingen oder Schwingen bringen“.

 

„Dich trifft Nichts, was Dich nicht betrifft.“ … lässt sich auch in diesem Kontext wunderbar auf Dein Leben übertragen. 

 

Je nach Tagesform unterliegst Du Stimmungsschwankungen, einen Tag könntest Du durch die Gegend hüpfen und tanzen und würdest am Liebsten jeden Menschen, der Dir begegnet anstrahlen oder umarmen, an anderen Tagen weichst Du mit Deinem Blick den Blicken anderer aus und bist in Gedanken ganz in Dir versunken.

Vielleicht kennst Du auch das Gefühl, dass Du ziellos auf der Suche nach ETWAS oder JEMANDEM durch Dein Leben streifst oder gestreift bist, dass Du Dich, obwohl Du zu einer Gruppe von Menschen gehörtest, Dich mit Dir allein gefühlt hast und manchem Gesprächsthema nicht folgen konntest oder Dich nicht verstanden gefühlt hast.

Manchmal kannst Du Dich unter unzähligen Menschen genauso einsam oder alleine fühlen, als wenn Du wirklich an einem einsamen Ort verweilst. 

 

Die Frage ist, wie bewusst bist Du Dir in solchen Situationen?

Suchst Du die Ruhe in Dir, so dass Du in einer Art meditativem Zustand bewusst IN DIR bist, egal, was um Dich herum geschieht?

Oder wirst Du eher von Deinen Emotionen überschwemmt, ohne sie zuordnen zu können oder ihrer Herr zu werden?

Oder kapselst Du Dich emotional komplett ab, so dass nichts und niemand mehr zu Dir vordringen kann?

Hast Du bereits einen Weg gefunden, mit Dir zurecht zu kommen oder fühlst Du Dich eher wie ein Spielball des Lebens, der vom Wind unkontrolliert hin- und herrollt?

Authentizität ist das Stichwort, das Dir den natürlichen Rahmen steckt, in dem Du ganz DU SELBST sein kannst – doch kennst Du Deinen Rahmen? 

Hast Du Deinen Rahmen bereits erkundet, hast Du schonmal über den Tellerrand geschaut, Anlauf genommen und bist mit vollem Schwung darüber hinaus gesprungen – ins Ungewisse? 

Wieviel Mut, wieviel Lebens-Freude gestehst Du Dir zu? Was stärkt Deine Vitalität und was inspiriert Dich, um größer zu denken und Dir ein freudvolles Leben auszumalen? 

 

Hast Du Spaß am Leben? 

Oder sitzt Du lieber in der Mitte Deines „Lebens-Rahmens“ und machst Dir vor, dass DAS Dein Leben sei und es sich anfühlt, als wenn es von allen Seiten drückt oder auf Dich einstürzt? 

Gib auf Dich acht und gib auf andere acht – sei achtsam in Deiner WAHRNEHMUNG – sei achtsam, wer und was Dir begegnet und wie Du damit umgehen kannst. 

Wie hast Du es früher kennengelernt? Wie hast Du es „abgespeichert“ in Dir und Deinem Zell-Gedächtnis? Ist Deine Wahrnehmung Wahrheit oder Deine Wahrheit? Wie gut kennst Du Dich bereits?

Spulst Du weiterhin Verhaltensmuster ab oder schaust Du Dir die Situation bewusst an, fragst Dich, „was hat das mit mir zu tun?“ oder „warum passiert gerade das, gerade jetzt, gerade mir?“ und reagierst aus dem bisher Gelernten, aus Deinen Erfahrungen?

Was erwartest Du vom Leben, wenn Du Dich selbst durch einen vermeintlichen Sicherheitsgurt begrenzt – zum Beispiel, dass Du in einem „krisensicheren Job“, einer „krisensicheren Branche“ arbeitest, um in den „Genuss“ lebenslanger Leistungen zu kommen, die Dich auf der anderen Seite daran hindern, Dich frei zu entfalten?

 

…„Dann sagte ein Pflüger: “Sprich zu uns von der Arbeit.”

Und er antwortete:

Ihr arbeitet dafür, dass ihr Schritt halten mögt mit der Erde und der Seele der Erde.

Denn untätig zu sein bedeutet, dass einem die Jahreszeiten fremd werden und man aus der Prozession des Lebens heraustritt, die in Majestät und stolzer Unterordnung in das Unendliche marschiert.

Wenn ihr arbeitet, seid ihr wie eine Flöte, durch deren Herz das Flüstern der Stunden zur Musik wird…

Euch wurde immer gesagt, dass Arbeit Fluch und Unglück sei.

Aber ich sage euch, wenn ihr arbeitet, erfüllt ihr einen Teil des weitesten Traumes der Erde, der euch zugewiesen wurde, als dieser Traum geboren wurde

Und indem ihr euch mit der Arbeit beschäftigt, seid ihr in Wahrheit das liebende Leben.

Und das Leben durch Arbeit zu lieben bedeutet, mit dem innersten Geheimnis des Lebens vertraut zu sein.

Aber wenn ihr in eurem Schmerz die Geburt ein Leiden nennt und die Erhaltung des Fleisches einen Fluch, der auf eure Stirn geschrieben steht, dann antworte ich darauf, dass der Schweiß auf eurer Stirn das wegwäscht, was darauf geschrieben steht.

Euch wurde auch gesagt, dass das Leben Dunkelheit sei, und in eurer Müdigkeit wiederholt ihr, was von den Müden gesagt wurde.

Und ich sage, dass das Leben in der Tat Dunkelheit ist, außer wenn es inneren Antrieb gibt,

Und jeder innere Antrieb ist blind, außer wenn es da Wissen gibt,

Und alles Wissen ist eitel, außer wenn es da Arbeit gibt,

Und alle Arbeit ist leer, außer wenn es da Liebe gibt;

Und wenn ihr mit Liebe arbeitet, bindet ihr euch selbst und einander und Gott gegenüber.

Und was bedeutet es, mit Liebe zu arbeiten?

Es bedeutet, den Stoff mit Fäden zu flechten, die wie aus euren Herzen gezogen werden, als ob eure Geliebte das Tuch tragen würde.

Es ist, ein Haus mit solcher Zuneigung zu bauen, als ob eure Geliebte in diesem Haus leben würde.

Es ist, Samen mit Zartheit zu säen und die Ernte mit Freude zu ernten, so als ob eure Geliebte die Frucht essen würde.

Es ist, alle Dinge, die ihr macht, mit einem Atemzug eures eigenen Geistes aufzuladen,

und zu wissen, dass alle gesegneten Toten um euch herum stehen und euch bei der Arbeit zusehen.

Oft habe ich euch sagen hören, wie wenn man im Schlaf spricht: “Der, wer mit Marmor arbeitet und die Form seiner eigenen Seele im Stein findet, ist edler als der, der den Boden pflügt.

Und derjenige, der den Regenbogen erfasst, um ihn auf ein Kleidungsstück für einen Menschen abzubilden, mehr sei als der, der die Sandalen für unsere Füße macht.”

Aber ich sage, nicht im Schlaf, sondern in der Wachheit der Mittagsstunde, dass der Wind nicht süßer zu den riesigen Eichen als zu den kleinsten Grashalmen spricht;

und der allein ist groß, der die Stimme des Windes in ein Lied verwandelt, das durch die eigene Liebe noch süßer gemacht wird.

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.

Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt, ist es besser, dass ihr eure Arbeit hinter euch lasst und am Tor des Tempels sitzt und dort Almosen von denen nehmt, die mit Freude arbeiten.

Denn wenn ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, dann backt ihr ein bitteres Brot, das den Hunger des Menschen nur halb stillt.

Und wenn ihr die Trauben mit Groll quetscht, destilliert ihr Groll als Gift in den Wein.

Und wenn ihr auch wie Engel singt und dabei euren Gesang nicht mit Liebe füllt, dämpft ihr die Ohren des Menschen für die Stimmen des Tages und für die Stimmen der Nacht.“ …

(aus Khalil Gibran “Der Prophet“)

 

„Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“ – ist ein schöner, anderer Ausdruck für – Gib stets Dein BESTES

 

Und wenn Du das Gefühl hast, „da geht noch mehr“ und JETZT ist die richtige Zeit für Dich, um in Veränderung zu gehen, dann schreib uns unter: info@herzkanal.com 

Und wir finden gemeinsam einen Weg – wenn DU willst und wenn DU bereit bist, Deinen Teil dazu beizutragen!

 

„Lass uns gemeinsam strahlen!“ – 

 

Herzkanal Grüße Deine Alexandra & Armin